Bettdecken

für ein optimales Schlafklima

Ein zentraler Bestandteil für das Bettklima ist die Bettdecke oder Zudecke. Sie sorgt für das Wärmeempfinden des Schläfers und, wenn sie richtig ausgewählt wurde, für behagliches Wohlbefinden in der Nacht. Das Schlafklima sollte trocken und warm sein. Das Wärmeempfinden bzw. die Neigung zu frieren ist von Mensch zu Mensch und auch zwischen den Geschlechtern unterschiedlich. Daher gibt es bei den Bettdecken ebenfalls deutliche Unterschiede. Viele Hersteller stufen ihre Decken in unterschiedlichen Wärmeklassen ein. Sie reichen von „leichtem“ bis zu „sehr hohem Wärmebedürfnis“. Dies ist allerdings nicht genormt und daher nicht leicht zu vergleichen.

Allergikerhinweis
Das Vorurteil, Federn und Daunen fördern Allergien, ist wissenschaftlich widerlegt. Untersuchungen haben ergeben, dass in neuen Kissen und Bettdecken mit Federfüllung praktisch keine Hausstaubmilben zu finden sind. Es hat sich gezeigt, dass sich zum einen die Milben nicht von den Federn ernähren; zum anderen wurde von Wissenschaftlern festgestellt, dass die Inletts der Feder- und Daunendecken so fein gewebt sind, dass Milben nicht hindurchpassen. Zusätzlich ist das trockene Schlafklima äußerst schlecht für die Milben. Daher können Allergiker entspannt auf federleichte, kuschelige Wärme zurückgreifen.

Daunendecke
Deckenfüllungen aus Daunen und Federn von Gänsen sind besonders kuschelig. Solche Füllungen sorgen für ein trockenes und warmes Schlafklima im Bett. Die entstehende Feuchtigkeit leiten sie hervorragend an die Oberseite der Decke ab. Daunendecken, bei denen keine Federn beigemischt wurden sind von besonderer Leichtigkeit und sehr guter Wärmespeicherung. Eine Füllung mit Eiderdaunen ist die Königsklasse der Daunendecken. Die sehr feinen Daunen der Eiderente werden von Hand aus den verlassenen Nestern der Vögel gesammelt, von Hand gereinigt und in besonders feinen Eiderdaunenbatist eingenäht.

Naturhaardecke
Naturhaardecken (aus Schurwolle, Kamelhaar oder Kaschmir) ermöglichen eine bessere Feuchtigkeitsregulierung als Daunendecken und Zudecken aus Polyesterfasern – sind aber auch schwerer als diese. Das Kaschmirhaar (Cashmere) für Decken wird von dem Unterfell im Brustbereich der Tiere ausgekämmt. Sowohl die Hochlandziege Kaschmir als auch Kamele sind großen Temperaturunterschieden ausgesetzt und das Fell wirkt entsprechend stark klimatisierend. Das Fell der Kamele ist vergleichsweise preisgünstig, da Kamele größer sind und in umfangreicheren Herden gehalten werden können. Die Haare der Kamele werden nicht ausgekämmt, sondern fallen im Frühjahr büschelweise aus. Schafe müssen hingegen geschoren werden. Bei Schurwolle ist die Wolle von Merinoschafen eine der feinsten Wollarten. Viele Hersteller bevorzugen inzwischen aber die hochwertige Wolle von sogenannten Plein-Air-Schafen. „Lammschurwolle“ nennt man die erste „Schur“ eines Schafes und ist sozusagen das Babyhaar des Schafes. Mit Leinen, Baumwolle und Wildseide gibt es speziell für den Sommer alternative und kühlende Füllmöglichkeiten für Decken. Aufgrund ihrer Feinheit und Glätte ist bei diesen Naturfasern insbesondere die Wildseide beliebt. Leinendecken überzeugen hingegen durch ihre gute Waschbarkeit. Aber auch Decken aus Kaschmir- und Kamelhaar können, dünn gefüllt, im Sommer ihre guten Eigenschaften voll zum Ausdruck bringen.

Faserdecke
Zunehmend verbreitet und praktisch sind auch synthetische Füllstoffe. Die künstlichen, anschmiegsamen Fasern haben den Vorteil, dass sie gut wärmen, feuchtigkeitsregulierend sind und sich völlig problemlos zu Hause waschen und trocknen lassen. Durch die einfache Waschbarkeit bei 60°C sind synthetische Faserdecken sehr gut für Allergiker mit hohen Hygieneanforderungen geeignet. Diese Decken werden daher auch Allergiker- oder Antiallergikerdecken genannt.

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